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09 | 09 | 2010
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Geschrieben von: Geschäftsstelle   
Montag, den 02. November 2009 um 10:48 Uhr

SMOG - Schule machen ohne Gewalt - ein Netzwerk gegen Gewalt und Sucht


Immer wieder rücken spektakuläre Vorkommnisse die Themen Gewalt und Sucht im Zusammenhang mit Schulen und Kindergärten in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Vor dem Hintergrund der zahlreichen Initiativen und Maßnahmen, die aber bisher vor Ort in der Regel nicht in eine Gesamtkonzeption eingebunden sind, hat „SMOG“ nach Wegen gesucht, wie Schulen und Kindergärten dem Problem begegnen können, insbesondere was mit einem Gesamtkonzept konkret für die Kinder und Jugendlichen getan werden kann. Vermehrt tritt eine gesamtgesellschaftliche Betrachtung von Gewalt und Sucht in den Vordergrund. Die Rolle der Familie wird in diesem Zusammenhang immer deutlicher herausgestellt.

„SMOG“ wurde im Jahr 1999 als ein Projekt der Polizei, des Jugendamtes und des Staatlichen Schulamtes im Vogelsbergkreis in Hessen initiiert und im Jahr 2001 auf Osthessen ausgedehnt. Es wird seit Februar 2002 ganz  wesentlich getragen und weiterentwickelt durch den Verein SMOG e.V., Schlossbergweg 4, 36286 Neuenstein-Saasen und das Polizeipräsidium Osthessen.

Ziel ist es, dem Gewaltpotential präventiv und intervenierend mit einer Vernetzung der unterschiedlichsten Aktivitäten entgegenzutreten, um so gesamtkonzeptionell die Entfaltung positiven Sozialverhaltens und eine stabile Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

Der Name SMOG wurde von Schülerinnen und Schülern vorgeschlagen, weil das Konzept darauf abzielt, Täter - aber auch Opfer - aus dem Dunstkreis von Gewalt und Sucht herauszuholen.

„SMOG“ hat sich zur Aufgabe gemacht

  • Netzwerke in der Prävention und in der Intervention zu errichten, weiterzuentwickeln und zu unterstützen,

  • durch intensive Präventionsarbeit Vorsorge zu leisten, insbesondere mit

 

        • dem „Elternführerschein“ , um in Zusammenarbeit mit der Familienstiftung durch Ausbildung von Hebammen die werdenden Väter und Mütter auf ihre Rolle in der Erziehung vorzubereiten

        • den von SMOG e.V. entwickelten Seminaren „Erziehung lernen“, die als Elternschule Erziehungshilfen bieten

        • den Seminaren „Starke Eltern – starke Kinder“, die im Rahmen einer Kooperation mit dem Kinderschutzbund angeboten werden

        • Schulungs- und Informationsveranstaltungen zur Gewaltprävention für Eltern und Lehrerkollegien

        • Moderation von pädagogischen Tagen in Schulen zum Thema „Gewalt- und Suchtprävention“

        • alle Alterstufen umfassenden Angeboten von Seminaren für Kinder, Jugendliche und Pädagogen (z.B. Schüler-Streitschlichter-Projekte, Antigewalttraining „Cool sein- cool bleiben“,  Verhaltenstraining für Grundschüler „Nicht mit mir“, Buslotsenausbildung)

        • flächendeckender Einführung des Gewaltpräventionskonzeptes „Faustlos“ an Kindergärten und Grundschulen

        • Kooperation mit Schulen, Vereinen und Verbänden zur Prävention durch Sport (gesunde Ernährung, Bewegung, Teambuilding, soziale Kompetenz stehen im Vordergrund) – Vereinsmitglieder sind bereits der Landessportbund Hessen, der Hessische Fussball Verband, der Hessische Basketball Verband, der Hessische Leichtathletik Verband und zahlreiche Vereine

        • dem Konzept „Schutzengel“, das Frauen im Alter von 16 – 24 Jahren zur Verhinderung von Trunkenheits- und Drogenfahrten sowie von Straftaten, insbesondere Gewalttaten, gewinnt und ausbildet

        • durch Maßnahmen der Intervention eine erhöhte Effizienz zu erreichen, insbesondere mit
        • der hessenweiten Schaltung einer „SMOGline/Troubleline“ für Schüler, Eltern, Lehrer/innen, die unter der Telefonnummer 0800-1102222 kostenfrei aus dem Festnetz erreichbar ist (geroutete               Telefondirektverbindung zu ausgebildeten Jugendsachbearbeitern/innen der Polizei in Hessen)

        • resortübergreifender fallbezogener Intervention unter Beteiligung der Betroffenen, Eltern, Lehrer/innen, Schulpsychologen/innen, des Jugendamtes, der Jugendgerichtshilfe und der Polizei

        • durch Öffentlichkeitsarbeit mehr Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken, um so

        • einen gesamtgesellschaftlichen Konsens zu erreichen.


Bisher hat es im Rahmen des Konzeptes SMOG weit mehr als 1000 zum großen Teil mehrtägige Veranstaltungen für Multiplikatoren, Eltern und insbesondere Schülerinnen und Schüler gegeben. Der Verein SMOG e.V. arbeitet mit derzeit 460 Mitgliedern durch den Einsatz professioneller und ehrenamtlicher Trainer in dem Konzept.

Bereits bestehende Präventionsaktivitäten wurden in das Angebot von SMOG aufgenommen.

Vor dem Ziel einer Ausweitung haben die Beitritte des LSB Hessen, Hess. Fussball- und Hess. Basketballverbandes sowie der International Police Association –Deutsche Sektion- in SMOG e.V. eine besondere Bedeutung. Darüber hinaus wurde das Konzept SMOG in das Regierungsprogramm der Hessischen Landesregierung aufgenommen und gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Land Thüringen. Die Bereitschaft von Rudi Völler dem Verein SMOG e.V. als Schirmherr vorzustehen, hat darüber hinaus eine große Bedeutung für die Motivation der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit.

Die Übertragbarkeit von SMOG auf Landes- und Bundesebene ist gegeben, da die Problemfelder der vorgenannten Art in anderen Regionen Deutschlands ähnlich sind. Die Aufbau- und Organisationsformen von Schulen und Behörden, die in das Konzept einzubinden sind, sind mit denen der hiesigen Region vergleichbar.

Insbesondere durch die Bindung von zahlreichen Prominenten an den Verein konnte eine große Aufmerksamkeit erreicht werden. So gelang es u. a. den ehemaligen DFB -Teamchef Rudi Völler, die Fußballtrainer Ottmar Hitzfeld und Otto Rehhagel, den Fußballnationalspieler Sebastian Kehl, die Leichtathletin Heike Drechsler, den Skisprungtrainer Reinhard Heß und den Innen- und den Wirtschaftsminister der Hessischen Landesregierung als Mitglieder und Repräsentanten zu gewinnen.

Auszeichnungen

Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „startsocial“ wurde das Konzept SMOG bereits im Jahre 2002 unter 560 Bewerbern als einer von 25 Bundessiegern ausgezeichnet. Im November 2004 hat das „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ SMOG e.V. als vorbildliches Konzept in einem bundes-weiten Wettbewerb mit 420 Projekten mit einem Preisgeld bedacht. Zu Beginn des Jahres 2006 wurde SMOG e.V. zur Wiedereröffnung des Schlosses Bellevue in Berlin als Dank und Anerkennung für seine Arbeit vom Bundespräsidenten Dr. Köhler eingeladen. Im Dezember 2006 beglückwünschte der hessische Ministerpräsident Roland Koch SMOG e.V. als einen der Gewinner unter 1.500 Bewerbern in dem bundesweiten Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“.

Das Konzept hat in den letzten Jahren auch inhaltlich eine weitreichende Entwicklung durchgemacht und passt sich den veränderten Anforderungen der Gesellschaft an. So wurden über die Jahre weitere Bausteine der Prävention entwickelt und dem Gesamtkonzept hinzugefügt (z.B. Elternschule, Prävention durch Sport). Gesellschaftliche Entwicklungen werden hier genau beobachtet, bewertet und in Präventionsseminare eingebunden (z.B. das Auftreten von „Happy Slapping oder SNUFF-Videos). Diese „Beweglichkeit“ auf der Höhe der Zeit zu sein, ist eine der Stärken von SMOG e.V.

Kontakt:

SMOG e.V.
Heide Aust - Geschäftsführung
Schlossbergweg 4
36286 Neuenstein-Saasen
Tel. 06677-918574, Fax: 06677-918575
E-Mail: h.aust(@)smogline.de,
Internet: http://www.smogline.de

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 02. November 2009 um 11:58 Uhr
 
Not-Rufnr: 0800 - 110 2222
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